Warum Open Source?

Open Source ist eine Stärke für unsere Community und unser Unternehmen, die uns bei allem, was wir tun, am Herzen liegt. Und zwar aus folgendem Grund.

Von Hunderten zu Hunderten von Millionen

Durch die Open Source-Herangehensweise kommt ein Projekt, wie Elasticsearch, von einigen wenigen Downloads im Jahr 2010 auf über 250 Millionen im Jahr 2018. Der kostenlose Open Source-Code senkt die Hemmschwelle der Nutzer und vereinfacht eine außergewöhnlich schnelle Akzeptanz.

Aber Open Source ist nicht nur eine effektive Methode zur Softwareverbreitung. Sie ermöglicht auch die besten Produkte. Jeder Download ist eine Gelegenheit für das Projekt, sich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die Sicherheit wird immer besser, da die Nutzer den Code aufmerksam durchforsten. Verlässlichkeit und Resilienz etablieren sich durch strenge und umfangreiche Tests in verschiedenen Architekturen und Umgebungen immer mehr. Das Projekt weitet sich immer stärker aus, da die Nutzer mit neuen Anwendungsfällen experimentieren und Integrationen, Add-ons, Plug-ins und Frameworks kreieren.

Ein Open Source-Projekt, wie Elasticsearch wird nicht zu dem, was es heute ist, indem es sich versteckt, bis der Code perfekt ist. Statt dessen konnte es sich als Open Source-Projekt gesteckt natürlich entwickeln, Download für Download.

Für Community und Zusammenarbeit

Es ist gut, Software zu kreieren. Aber eine Community um Ihre Software herum zu schaffen – das ist deutlich besser. Mit Open Source bildet sich eine Community direkt ab dem ersten Download. Dieser erste Download führt zum ersten direkten Kontakt zwischen Autor und Nutzer in einem Forum oder IRC. Dies wiederum führt zu Fragen oder Beobachtungen, gefolgt vom ersten offenen Problem, der ersten Pull-Anfrage und schließlich der ersten Verbesserung oder Erweiterung. Zusammen haben sie möglicherweise einen Fehler ausgemerzt oder einen Rechtschreibfehler in der Dokumentation behoben.Ganz gleich, wie groß oder klein, dank der Zusammenarbeit ist die Software besser. Und nun vergegenwärtigen Sie sich diesen Prozess nach Millionen von Downloads.

Da jeder an demselben Code arbeitet, wachsen unsere Produkte durch eine Art von natürlicher Selektion – ein BDFL-Verfahren, wie einige es nennen würden. Klar kann es vorkommen, dass eine Feature in verschiedenen Ausführungen in der Community auftaucht. Aber nur eine ausgewählte Gruppe trifft die endgültige Entscheidung darüber, was integriert wird. Wir implementieren also nicht willkürlich Features, sondern nur jene, durch die unsere Produkte stärker und besser werden.

Das Verwalten einer so großen Community kann ebenso viel Arbeit machen wie das Pflegen des Codes. Wir haben über die Jahre viel gelernt. Wir haben gelernt, dass es wichtig ist, eine offene Community zu schaffen, in der sich jeder willkommen fühlt. Wir haben gelernt, dass wir wirklich jeden anhören müssen (selbst wenn es sich um Forderungen handelt, die unseren Ideen komplett entgegengesetzt sind). Und wir haben noch nicht ausgelernt.

Für etwas völlig Neues

In den ersten Jahren wurde Elasticsearch nur als tolle Engine für die reine Unternehmenssuche angesehen. Mit Open Source können die Nutzer ein Produkt jedoch leicht einmal für ganz andere Dinge einsetzen.

So fragten sich beispielsweise Jordan Sissel und Rashid Khan, zwei Systemadministratoren, zwischen denen mehrere US-Staaten liegen, was geschehen würde, wenn man Log-Dateien an Elasticsearch senden und dann versuchen würde, diese zu visualisieren. Heraus kamen die Datenverkehr-Pipeline Logstash, die Visualisierungsmaschine Kibana sowie die Anfänge eines neuen Anwendungsfalls (Logging), aus dem sich später der Elastic Stack und eben kein Einzelprodukt entwickeln sollte.

Zwischen Monica Sarbu und Tudor Golubenco liegt ein ganzer Ozean. Beide dachten jedoch darüber nach, Netzwerk-Paketdaten von Edge-Maschinen an Elasticsearch zu senden. Sie entwickelten Packetbeat genau für diesen Zweck. Daraus entstand später eine ganze Familie leichter „Data Shippers“, so genannte Beats, für viele verschiedene Datenarten.

Und so geht es immer weiter, mit von der Community kreierten inspirierten Features, Erweiterungen, Plug-ins, Add-ons und Anwendungsfällen. Von Machine Learning über die Verarbeitung natürlicher Sprache bis hin zu Anwendungsperformance-Kenndaten und Farbkategorisierung, Sicherheitsereignissen und Blog-Kenndaten.

Wir mussten es gar nicht unserer Vorstellungskraft überlassen, was geschehen würde, wenn tausend Menschen ihre Innovationskraft auf der Grundlage einer Codebasis unter Beweis stellen würden – wir haben es gesehen.

Unser Open Source-Modell

Ein Open Source-Business aufzubauen, kann eine echte Herausforderung sein – und wir haben viel durch die Beobachtung der anderen gelernt.

Einige Open Source-Unternehmen stützen ihre Unternehmensbilanz auf ein reines Support-Geschäftsmodell. Unserer Ansicht nach stehen so das, was für das Unternehmen das Beste ist, und das, was für den Nutzer das Beste ist, in direktem Konflikt zueinander, wobei der die eine Seite nur erfolgreich sein kann, wenn sich die andere abmüht. Bei dieser Herangehensweise, bei der der Umsatz des Unternehmens darauf basiert, dass die Kunden regelmäßig Unterstützung benötigen, fehlt jeglicher Anreiz, das Produkt anwenderfreundlich zu gestalten oder die Kunden in die Lage zu versetzen, erfolgreich zu sein.

Einige Open Source-Unternehmen erstellen ein kommerzielles Angebot (oder „Enterprise“-Angebot) von einem ursprünglich Open Source-Projekt. Unserer Ansicht nach führt dies zu Brüchen zwischen dem Projektcode und der Community. Darüber hinaus untergräbt es das Vertrauen der Community, schränkt Produkttests ein und weicht die Produktqualität auf und liegt letztendlich im Wettstreit mit der Business-Effizienz, die durch die Open Source-Software eigentlich gewonnen wurde.

Deshalb haben wir unser Business anders aufgebaut. Wir wollen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Open Source und gewerblichem Code in einem einzelnen offenen Software-Stack erreichen, zusätzlich zu Support und Serviceleistungen. Es liegt an uns, über all unsere Angebote einen ausreichenden Wert (und somit genügend Anreiz) für die Nutzer zu generieren, dass sie in uns investieren. Dadurch können wir anwenderfreundliche und verlässliche Produkte entwickeln, unsere Nutzer befähigen, sodass diese fachkundig und kompetent sind, und dennoch ein erfolgreiches Unternehmen sein.

Unser Wachstum ist Dev-First, nicht Dev-Only

In derselben Weise, in der sich unser Code organisch entwickelt, wächst auch unsere Akzeptanz in Unternehmen. Es beginnt üblicherweise mit einem „Entwickler null“ mit viel Erfahrung, der unsere Produkte ausprobiert. Dann werden auch andere Kollegen einbezogen, sodass eine kleine Machbarkeitsstudie schnell in ein großes Deployment transformiert wird, welches geschäftskritische Systeme unterstützt.

Schließlich erregt dies die Aufmerksamkeit von einem Entscheidungsträger oder einem leitenden Angestellten, der über eine offizielle Investition in Elastic entscheidet. Er möchte Tools erwerben, die einen Wert generieren, durch die das Unternehmen effizienter arbeitet und die zugleich auch eine Technologie bieten die Entwickler in der gesamten Organisation nutzen möchten.

Wert ist der gemeinsame Nenner. Open Source sorgt zwar für die anfängliche Akzeptanz, aber erst bei Wertschöpfung werden Investitionen getätigt. Auf diese Weise kann Elastic von einem Projekt, das sich auf die reine Anwendungssuche konzentriert, auf einen Logging-Anwendungsfall oder ein Threat-Hunting-Projekt oder ein Anwendungsperformance-Monitoring-Projekt und darüber hinaus ausgeweitet werden.

OSSFL: Open Source Software for Life

Wir glauben an Open Source und wir werden unsere diesbezüglichen Innovationen unverändert fortsetzen. Viele Unternehmen werden mit zunehmendem Wachstum immer verschlossener – für uns gilt das jedoch nicht. Wir haben die klare Entscheidung getroffen, offener zu sein und unsere Business-Anreize an unserer Open Source Community auszurichten.

Deshalb haben wir den Code zu unseren proprietären Elastic Stack-Features (zuvor unter X-Pack gebündelt) geöffnet. Indem wir uns so weit öffnen, werden überschüssiger Overhead und unnötige Komplexität eliminiert und die Entwicklung dadurch beschleunigt, was das Engagement innerhalb der gesamten Community steigert.

Der Open Source-Weg ist gelegentlich recht steinig. wir sind jedoch der festen Ansicht, dass dies die beste Möglichkeit zur Softwareentwicklung ist – und um den fortwährenden Erfolg zu genießen.

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