21. Juni 2018 Engineering

Die Abfragesprache von Kibana wurde verbessert

Von Matt Bargar

​In Version 6.0 haben wir eine neue experimentelle Sprache für die Abfrageleiste von Kibana eingeführt. Seither haben wir Ihrem Feedback aufmerksam zugehört und Verbesserungen vorgenommen. Wie bei allen Experimenten gab es Erfolge und Rückschläge. Schauen wir uns einmal an, was sich in Version 6.3 ändert, welche Neuerungen es gibt und was wir für die Zukunft geplant haben.

Eine weitere Herkunftsgeschichte

Die erste Version der Kibana-Abfragesprache war kompliziert. Wir wollten die Abfrageleiste und die Filterleiste zusammenführen, daher musste die neue Sprache alle verfügbaren Filter unterstützen. Die Bedienungsfreundlichkeit der derzeitigen Lucene-Abfragesyntax sollte ebenfalls beibehalten werden. Wir versuchten, eine erweiterte funktionelle Syntax und eine einfache Abfragesyntax in einer Sprache zusammenzuführen. Dies verwirrte jedoch neue Benutzer, die sich nicht sicher waren, wann sie die eine und wann sie die andere Syntax nutzen sollten.

Einfachere Syntax

In der Version 6.3 haben wir die Sprache erheblich vereinfacht. Wir konzentrieren uns daher ausschließlich auf die Bedienungsfreundlichkeit. Die funktionelle Syntax haben wir aufgegeben und stattdessen die einfache Syntax erweitert. Falls Sie an die derzeit standardmäßig in Kibana verwendete Lucene-Abfragesyntax gewöhnt sind, wird Ihnen die neue Sprache gleich vertraut erscheinen. Sie stimmt weitgehend mit der Lucene-Abfragesyntax überein mit einigen Anpassungen und Verbesserungen. So wurden beispielsweise die Bereichsoperatoren leicht geändert und geskriptete Felder werden unterstützt. Dies wurde aus der ersten Version der neuen Sprache übernommen. Weitere Informationen über die neue Syntax finden Sie in den Dokumenten.

Wir haben also jetzt eine neue Sprache, die fast genauso aussieht wie die Lucene-Abfragesprache, wo liegt nun der Vorteil? Der größte Vorteil einer ausschließlich für Kibana konzipierten Sprache besteht darin, dass Kibana die Sprache versteht. Mit einer Sprache können wir parsen und prüfen und viele praktische Features entwickeln, und genau damit haben wir nun begonnen.

Autovervollständigung

Kibana Autovervollständigung

In Version 6.3 fügen wir der Abfrageleiste von Kibana die Funktion „Autovervollständigung“ hinzu. Beginnen Sie einfach mit der Texteingabe, es werden Ihnen dann Vorschläge für die Felder, Werte (für Schlüsselwortfelder) und Abfrageoperatoren angezeigt. Weniger Tippen, weniger Rechtschreibfehler, Eingabe mit nur einer Hand - all dies ist nun möglich. Sie können Abfragen jetzt sogar mit der Maus erstellen. Probieren Sie es einfach selbst aus. Aber Achtung: Nachdem sie die Funktion „Autovervollständigung“ ausprobiert haben, sagen die meisten Menschen, dass sie nie wieder mit einer älteren Version von Kibana arbeiten können.

Neugierig geworden?

Ich hoffe, ich habe Sie überzeugen können, diese Version einmal auszuprobieren. Die Lucene-Abfragesyntax ist immer noch die Standardsprache in Kibana, da wir uns noch im Experimentierstadium befinden, doch es ist einfacher als je zuvor die neue Sprache als Option auszuwählen. Sie brauchen hierzu nicht mehr die erweiterten Einstellungen von Kibana zu ändern. Klicken Sie stattdessen einfach in der Abfrageleiste auf die Schaltfläche „Optionen“ und aktivieren Sie die Umschaltfläche „Turn on query features“ (Abfragefeatures aktivieren).

Opt-in für die Kibana Abfrageerweiterung

Nachdem Sie die neue Sprache von Kibana eine Weile ausprobiert haben, teilen Sie uns bitte Ihre Meinung dazu mit! Posten Sie auf unserem Diskussionsforum oder chatten Sie mit uns auf IRC. Reichen Sie Fehlerberichte und Verbesserungsanfragen auf unserem Github repo ein. Die meisten Änderungen, die wir seit Version 6.0 vorgenommen haben, wurden durch Anwenderfeedback ausgelöst. Wir wissen Ihr Feedback wirklich zu schätzen! Die Funktion „Autovervollständigung“ ist erst der Anfang. Wir haben eine Vielzahl anderer Ideen für die neue Abfragesprache von Kibana. Vielleicht wird sogar die erweiterte Sprache eines Tages als eigenständige Funktion wieder auftauchen.